Wie man eine Auseinandersetzung
gewinnt
Wie kann man eine Auseinandersetzung gewinnen? Das wissen Sie nicht? Das können Sie nicht? Dann haben Sie niemals eine Auseinandersetzung gewonnen. Aber: Aus-einandersetzungen führen grundsätzlich zu nichts. Konfu-zius sagte: „Wer die Stimme zuerst erhebt, verliert.”
Welche Leute streiten? Auseinandersetzungen werden von denjenigen heraufbeschworen, die sich als Versager fühlen. Doch auch von den Lästerzungen, die alles wollen, aber nichts ersinnen, nichts schaffen und ihre Umgebung nur enttäuschen und unglüddich machen.
Ein Mensch ist deshalb streitsüchtig, weil er seine Unzu-länglichkeit oder seine Minderwertigkeit spürt. Er ist nicht Herr der Lage. Es kommen ihm Zweifel, wenn er Situatio-nen nicht mehr durch seinen Verstand kontrollieren kann. Auseinandersetzungen implizieren die Kapitulation. Sie verraten, daß man mit den bestehenden Verhältnissen nicht fertig wird und seinen Seelenfrieden verloren hat. Deshalb wird ein erfolgreicher Mensch niemals streiten. Er will seinen Frieden behalten und niemals besiegt werden. Er nimmt seine Sachen und geht, denn Auseinandersetzungen kosten Zeit und Energie, die man für andere Dinge besser gebrauchen kann.
Niemand wird Erfolg haben, ohne ein paar Niederlagen einzustecken. Niemand wird eine Erfolgs-Persönlichkeit, ohne zu lernen, daß man Auseinandersetzungen vermei¬det, weil sie zu nichts führen. Jeder wird vom Unglück verfolgt und stößt auf Opposition, aber kein Unglück ist so schlecht, daß es nicht auch seine guten Seiten hat. Man kann daraus lernen. Auseinandersetzungen sollte man auf jeden Fall vermeiden.
Auseinandersetzungen sind ein Bekenntnis der Unvollkommenheit
Eine Auseinandersetzung verrät, daß Sie Ihre Fassung verloren haben und sich schlecht beherrschen können. Sie verrät Ihre Unfähigkeit, mit einem Problem fertig zu wer¬den oder eine heikle Situation zu meistern. Aus einer Aus-einandersetzung wird man nie als Sieger, sondern immer nur als Besiegter hervorgehen. Weiterhin verraten Sie die Unfähigkeit, eine Situation zu retten. Die Auseinander-setzung ist ein Eingeständnis der eigenen Unzulänglich¬keiten.
Wer streitet, ist selten selbstkritisch. Er sieht seine Unvoll-kommenheit, seine Schwächen nicht und wird sie deshalb auch nicht ablegen können. Indem er mit anderen streitet, vertuscht er seine eigenen Probleme, er führt dadurch seine eigene Niederlage herbei.
Was versteht man unter Auseinandersetzungen?
Auseinandersetzungen sind ungelöste Konflikte. Sie sind ein Eingeständnis der Unreife. Streiten ist ein Schuld¬bekenntnis, ein Geständnis. Sie sind verärgert, daß andere Ihre Schwächen erkannt haben. Streiten heißt, „sein Ge¬sicht verlieren’. Streit ist ein Gefühlsausbruch, der Res¬sentiments und Enttäuschungen nach sich zieht. Ausein¬andersetzungen beweisen, daß man nicht fähig ist, seine Energie für etwas Angenehmes und Nützliches zu verwen¬den. Sie beweisen weiterhin, daß man nicht in der Lage ist, ein gesetztes Ziel zu erreichen. Sie sind daher ein Ein¬geständnis des Versagens. Sie verraten die Unfähigkeit, Kontakt zu finden. Auseinandersetzungen implizieren die

Worte: „Das geht über meine Begriffe, da komme ich nicht mit.„ Sie verraten, daß Sie mit Ihren Mitmenschen nichts anfangen können. Auseinandersetzungen sind die Folge davon, daß Sie nicht fähig sind, die Lage zu beherrschen und ein Problem zu lösen. Streiten heißt, kurz vor dem Ziel aufzugeben, bedeutet Niederlage und Verlust der Persön¬lichkeit. Wer streitet, kann nicht vergeben und vergessen, kann nicht eine Situation in Ruhe überlegen und wieder von vom beginnen. Streiten bedeutet, daß man über¬anstrengt und geistig müde ist. Es ist eine Unfähigkeit, klar zu denken und gerecht zu urteilen. Wenn man strei¬tet, beweist man letzten Endes nur, daß man sich mit un¬wesentlichen Kleinigkeiten aufhält, anstatt auf das Ziel loszusteuern.
Ergreifen Sie für niemanden Partei
Situationen, die unweigerlich zu Auseinandersetzungen führen, können Sie auf folgende Weise retten:
1. Gehen Sie nach Hause. Gehen Sie weg. Machen Sie ein Nickerchen.
2. Lassen Sie sich nicht mit in die Sache hineinziehen. Er: greifen Sie für niemanden Partei, solange gestritten wird.
3. Schneiden Sie ein ganz anderes Gesprächsthema an.
4. Fahren Sie in Urlaub. Kommen Sie mit neuen Ideen zurück.
5. Tun Sie sich nicht selbst leid. Lösen Sie das Problem, indem Sie sich Ihrem nächsten Vorhaben zuwenden. Sie können das Problem zu einem späteren Zeitpunkt be-stimmt leichter lösen.
6. Verleihen Sie kein Geld an Freunde, sonst verlieren Sie beides.
Sie können nichts Besseres tun, als eine Auseinanderset-zung vermeiden. Wenn Sie Auseinandersetzungen aus dem Wege gehen, erhöht sich Ihr Blutdruck nicht. Sie brau

dien keine Spannungen zu überwinden, Sie werden nicht enttäuscht. Wenn Sie Ihre eigenen Schwächen und Ihre eigenen Handikaps erkennen, brauchen Sie nicht zu strei¬ten. Sie finden sich mit den Tatsachen ab. Sie lernen, mit Schwierigkeiten fertig zu werden, indem Sie Ihre verfüg¬baren Kräfte für nützlichere Dinge einsetzen. Sie ebnen sich den Weg zum Erfolg, indem Sie sich mit den Gegeben¬heiten abfinden und dazu lächeln.
Gefühlskontrolle ist notwendig, um Auseinandersetzungen zu gewinnen
Die endokrinen Drüsen haben großen Einfluß auf den menschlichen Organismus. Zu den endokrinen Drüsen zäh¬len Nebennierenrinde und Schilddrüse. Die Nebennieren¬rinde bewirkt die Impulse für das menschliche Handeln. Die Schilddrüse ist das Regulationsorgan des Körpers.
In unserer Gesellschaft haben wir kein Recht zur Gewalt. Wir können unseren Ärger nicht an unseren Mitmenschen auslassen. Wir müssen ihn unterdrücken. Ein Mensch mit Erfolgs-Persönlichkeit geht noch einen Schritt weiter. Er kontrolliert seine Gefühle und vergrößert dadurch die latenten Kräfte in seinem Innern.
Gefühle motivieren unser Tun. Sie wecken in uns den Wunsch nach einem besseren Verhalten. Von ihnen hängt es ab, ob wir viel oder wenig Temperament haben. Wenn man seine Gefühle nicht beherrschen kann, führt die man¬gelnde Kontrolle zu einer „Auseinandersetzung”.
Wenn Sie Ihre Gefühle beherrschen, können Sie auch schwierige Situationen meistern. Sie machen sich nie lächerlich. Sie haben dann auch die Fähigkeit, Herausfor¬derungen anzunehmen. Wenn Sie wissen, wie Sie ihre Fähigkeiten nutzen können, werden Sie Erfolg haben.

Sobald Sie bekümmert, deprimiert, enttäuscht sind oder gar einen Zusammenstoß mit anderen befürchten, ändern Sie einfach Ihr Programm Laufen Sie Ihrem Rivalen nicht direkt in die Arme. Schlagen Sie eine andere Richtung ein. Entwerfen Sie einen ganz neuen Aktionsplan, begrün’ den Sie Ihre Handlungsweise nicht! Gehen Sie einfach!
Auseinandersetzungen zerstören Ihre Gesundheit
Lehnen Sie es ab, sich Sorgen zu machen. Sorgen ver-schlimmern nicht nur eine Krankheit, sondern führen auch dazu, daß Sie stets an anderen etwas auszusetzen haben. Dadurch entsteht wiederum ein Streit.
Die Menschen sind an Ihren Leiden nicht interessiert, auch wenn sie fragen: „Wie geht es Ihnen?” Das ist lediglich eine Höflichkeitsfloskel. Sprechen Sie deshalb nie über Ihre Gesundheit, Ihre Krankheit oder über das Wetter. Das Leben ist zu kurz, um es zu vertrödeln. Genießen Sie es deshalb! Es ist immer später als Sie denken, aber nie zu früh, um Seelenfrieden zu erlangen.
Eine negative Lebenseinstellung ist schuld an den meisten Auseinandersetzungen
Eine negative Lebenseinstellung führt zu nichts und zer-stört alles. Sie ist schuld daran, daß Sie Ihr Talent un-genutzt und manche günstige Gelegenheit vorübergehen lassen. Aber man kann sie durch Begeisterung vertreiben! Begeistern Sie sich, auch wenn Sie nicht in Stimmung sind. Man muß an Ihrem Gesicht erkennen können, daß Sie Ihre Mitmenschen gerne mögen. Respektieren Sie ihre Mei¬nung und ihre Entscheidungen. Kämpfen Sie nicht dagegen. Um mit einer negativen Lebenseinstellung und damit mit Auseinandersetzungen fertig werden zu können, sollten Sie ganz konsequent sein. Lassen Sie sich in keine Diskus

sionen ein! Sichern Sie sich gegen Mißverständnisse ab. Streiten Sie sich nicht, auch wenn Sie anderer Meinung sind. Nehmen Sie Ihren Gesprächspartnern den Wind aus den Segeln. Lassen Sie sie reden, reden und nochmals reden (das wollen sie ja vor allen Dingen). Wenn sie auf jemanden einreden, der sie nicht durch Widerspruch reizt, entsteht auch kein Streit. Zum Streiten gehören immer zwei. In diesem Augenblick zeigt sich, daß ein Mensch mit Erfolgs-Persönlichkeit jedem anderen überlegen ist. Er erkennt rechtzeitig, daß es keinen Zweck hat zu streiten, daß er andere durch Begeisterung, Freundlichkeit, Anteil¬nahme und Vertrauen besänftigen und durch Selbstbeherr¬schung seine eigenen Probleme ebenso wie die seiner Mit¬menschen lösen kann.
Streiten Sie deshalb nicht! Versuchen Sie andere nicht un¬ter den Tisch zu reden. Wenn Sie sich beherrschen, können Sie ein besseres Verhältnis zu Ihren Mitmenschen gewin¬nen. Ihrer Karriere steht dann nichts mehr im Wege.
Auch Furcht ist an Auseinandersetzungen schuld. Furcht rührt von Spannung, Sorgen, Enttäuschung, Schwierigkei¬ten und einer negativen Lebenseinstellung her. Auseinan-dersetzungen erzeugen Panik, die man nur schwer wieder-gutmachen kann, weil Furcht an die Stelle von Zuverläs-sigkeit und Selbstvertrauen getreten ist.
Eine Auseinandersetzung ist immer fruchtlos. Auseinan-dersetzungen sind ein offenes Geständnis Ihrer Unsicher¬heit. Sie verraten Ihre Unfähigkeit, Pläne zu verwirklidaen. Um Auseinandersetzungen zu vermeiden, sollten Sie Ver¬trauen haben. Die Voraussetzung dafür ist eine positive Lebenseinstellung. Gewinnen Sie dem Leben die schönsten Seiten ab!
Vertrauen hilft, Auseinandersetzungen zu vermeiden
Vertrauen ist eine erworbene Eigenschaft. Man kann ler¬nen, Vertrauen zu gewinnen. Vertrauen erweckt wieder

um Vertrauen. Es gibt Menschen, die Vertrauen einflößen und damit jede Auseinandersetzung im Keime ersticken. Wer Vertrauen hat, hat keine Sorgen. Vertrauen verrät Entschlußkraft und beweist, daß man ein festes Programm hat. Vertrauen läßt keine Zweifel aufkommen, läßt keinen Aufschub und keine Enttäuschung zu. Vertrauen und Kom¬petenz bedeuten Fähigkeit, bedeuten Gefühlskontrolle und Beständigkeit. Ein Mensch, der Vertrauen hat, hat auch das Zeug zu einer Erfolgs-Persönlichkeit. Er hat gelernt,•für sich selbst und für seine Mitmenschen Verständnis aufzu¬bringen. Er hat eine positive Einstellung zur Umwelt. Seine negative Haltung hat er abgelegt. Es ist daher unmöglich, sich mit ihm zu streiten. Er glaubt nur an das Gute im Men¬schen.
Will man andere verstehen, sollte man nicht streiten
Es gibt in der Tat viele Leute, die ihr nettes Wesen ver¬bergen. Ehefrauen verbergen ihre Liebe hinter Meckerei. Ein freundlicher Arzt verbirgt seine Güte hinter einer rau¬hen Stimme. Sie sind unfähig, sich passend auszudrücken und erwecken dadurch einen falschen Eindruck. Solche Menschen kann man mit Feuerwerkskörpern vergleichen, die jeden Augenblick explodieren können. Ihr Motto heißt: Nur keinen Streit vermeiden. Es ist ein Greuel für sie, zu¬zuhören, zu nicken, zu lächeln und jemandem in die Augen zu sehen.
Anstatt zu streiten, sollten Sie zuhören. Hören Sie zu, und lernen Sie, die Menschen zu verstehen. Bemühen Sie sich um die Sorgen Ihrer Mitmenschen. Mit ein paar entschei¬denden Fragen können Sie sie aus ihrer Reserve locken. Geben Sie ihnen die Möglichkeit, einmal ihr Herz auszu¬schütten, Ihnen ihr Leid zu klagen. Leihen Sie ihnen Ihre Aufmerksamkeit. Vergessen Sie dann aber auch, daß Sie Zeuge der Wahrheit waren.

Sie können Auseinandersetzungen im Keim ersticken, wenn Sie Ihrem Gesprächspartner die Möglidikeit geben, seinem Herzen Luft zu machen. Er kann dadurch seine Spannungen lösen. Er bekommt das Gefühl, in Ihnen einen Freund gefunden zu haben und erkennt, daß Ausein¬andersetzungen zu nichts führen. Vorhandene Meinungs¬verschiedenheiten, angesammelter Groll oder Ärger geben den Anlaß zu Auseinandersetzungen. Sobald Sie das wis¬sen, sind Sie auch in der Lage, Auseinandersetzungen zu vermeiden.
Wer schreit, hat von vornherein unrecht
Man kann einen lauten Opponenten am schnellsten zur Ruhe bringen, indem man immer leiser spricht. Er muß sich anstrengen, um Ihre Ausführungen zu verstehen. Er muß sich dann so sehr auf das, was Sie sagen, konzentrieren, daß er Ihren Argumenten nicht mehr begegnen kann. Im Vergleich mit Ihrer sanften Stimme erscheint seine Stimme um so lauter, so daß er darüber selbst erstaunt sein wird.
Vermeiden Sie Klatsch
Wenn Sie über jemanden klatschen, verlieren Sie Prestige. Klatsch ist Gift und gibt Anlaß zu Auseinandersetzungen. Durch Klatsch verletzen Sie immer einen Menschen. Klatsch ist eine Krankheit. Er beginnt damit, daß negativ eingestellte Leute über Dinge reden, die unsauber, unwahr und unzuverlässig sind. Wenn Sie Ihre Persönlichkeit ent¬falten wollen, sollten Sie Klatsch in jeder Form vermeiden.
Halten Sie sich dabei an folgende Regeln:
1. Sprechen Sie nicht über vertrauliche Dinge.
2. Hören Sie nicht auf Gerüchte, hüten Sie sich vor bösen Zungen.
3. Plaudern Sie nicht aus der Schule.

4. Sagen Sie nur etwas Nettes über Ihre Mitmenschen.
5. Kränken Sie niemanden, dann haben Sie auch kein Schuldgefühl.
6. Verkehren Sie nur mit Leuten, die kein Gerede über die Nächsten herumtragen.
7. Wechseln Sie das Thema, sobald man unfreundlich über andere spricht. Sagen Sie etwas Nettes.
Wie man Kontroversen vermeidet
1. Lassen Sie sich mit niemandem in eine Diskussion ein. Denken Sie an Ihre Karriere.
2. Selbst auf die Gefahr hin, ein Feigling genannt zu wer-den, sollten Sie sich aus einem Streit heraushalten. Lie-ber ein angenehmer Mensch sein, als ein toter, geschla-gener oder tragischer Held.
Meiden Sie engstirnige Menschen, wenn Sie Auseinandersetzungen entgehen wollen
Wenn Sie sich engstirnigen Menschen anschließen, fordern Sie Ihr Unglück heraus. Wenn Sie mit kleinlichen Men¬schen eng befreundet sind und es nur mit Versagern zu tun haben, werden Sie schließlich auch ein Versager. Las¬sen Sie sich nicht von der Engstirnigkeit Ihrer Mitmenschen einschränken. Nehmen Sie sie so, wie sie sind; seien Sie nett zu ihnen, versuchen Sie sie zu verstehen, aber lassen Sie sich auf keinen Fall mit ihnen ein. Wählen Sie Ihre Freunde selbst aus, auch wenn engherzige Leute Sie einen Snob nennen sollten. Meiden Sie einen Kleinigkeits¬krämer, denn er könnte Sie auf sein niedriges Niveau her¬unterziehen. Seien Sie freundlich, nett, aber unbedingt diplomatisch. Meiden Sie diese Leute! Sie bereiten Ihnen nur Ärger und Verdruß. Das können Sie nicht gebrauchen!

Falsche Ernährung und Auseinandersetzungen
Die Ernährung spielt in Ihrem Leben eine große Rolle. Ein Mensch kann noch so nett sein, in dem Augenblick aber, in dem er sich falsch ernährt, verliert er. Wenn Ihre Nah¬rung beispielsweise nicht genügend Kalzium enthält, wirkt sich das auf Ihre Nerven aus. Wenn Sie in Ihrer Nahrung nicht so wichtige Spurenelemente wie Magnesium und Kupfer in gewissen Mengen haben, werden Sie schließlich krank.
Falsche Ernährung wirkt sich auf Ihre Persönlichkeit aus. Sie führt zu körperlichem Unbehagen. Ein Mensch, der nur von Kaffee und Kuchen, Zigaretten und Coca-Cola oder nur von Vitamintabletten lebt, hat selbst schuld. Er fordert Auseinandersetzungen und sein Unglück selbst heraus und wird auch keinen Eingang in die Gesellschaft finden, weil er zu schnell beleidigt und schlecht gelaunt ist. Er bleibt gesellschaftlich isoliert. Er ist boshaft und streitsüchtig und weiß selbst nicht, warum.
Auseinandersetzungen entstehen auch durch Mißverständnisse
Ein junges Ehepaar, das aus der Kirche nach Hause kommt, kann sich heftig über eine gerade gehörte Predigt streiten. Menschen verschiedenen Sdilages, die dasselbe gesehen oder gehört haben, beurteilen es verschieden, weil sie ver¬schieden aufgewachsen und erzogen wurden. Aufgrund dieser Tatsache sollten Sie sich zurückhalten und zuhören. Mischen Sie sich nicht in Dinge ein, die Sie nichts angehen. Wenn Sie unbedingt Stellung nehmen müssen, dann seien Sie diplomatisch. Verhalten Sie sich neutral, solange Sie die Umstände nicht dazu zwingen, Partei zu ergreifen. Ge¬ben Sie beiden recht, wenn es eben geht. Vergewissern Sie sich aber zuvor, daß auch alle Angaben stimmen. Behaup¬ten Sie nichts, was Sie nicht beweisen können. Und selbst

wenn Sie es beweisen können, schweigen Sie lieber. Eine Art, um eine Auseinandersetzung zu gewinnen, eine sehr angenehme Art, Ihre Erfolgs-Persönlichkeit zu zeigen, ist zu schweigen.
Sie sollten Heber schweigen als reden, wenn Sie eine Auseinandersetzung gewinnen wollen
Sobald Sie nicht richtig zuhören, haben Sie eine Ausein-andersetzung verloren. Wenn Sie Ihrem Gesprächspartner jedoch aufmerksam lauschen, werden Sie nie verlieren. Das können Sie auch nicht, wenn Sie herauszufinden versuchen, warum ein Mensch ärgerlich oder gekränkt ist. Sie können nicht verlieren, wenn Sie sich um die anderen kümmern, wenn Sie daran denken, daß Ihr Gegenüber möglicher¬weise etwas zu sagen hat, was Sie nicht überhören sollten. Je eher Sie ein guter Zuhörer werden, desto schneller wer¬den Sie ein guter Gesellschafter sein. Sie sind überall gern gesehen und können schwierige Situationen meistern, wenn Sie die folgenden Regeln beachten.
Zehn goldene Regeln
Hören Sie zu, statt zu streiten
1. Erwecken Sie Sympathie. Erwecken Sie ein Gefühl der Sicherheit.
2. Hören Sie aufmerksam zu, beweisen Sie Ihr Interesse.
3. Hören Sie gut zu. Ein streitsüchtiger Mensch hat viele Sorgen. Teilen Sie seine Sorgen, indem Sie ihn anhören.
4. Bringen Sie nichts an die Öffentlichkeit.
5. Schließen Sie den Mund. Offnen Sie Ihre Augen, Ohren und Sinne.
6. Lassen Sie Ihr Gegenüber reden. Er ist sowieso nur an sich selbst interessiert.
7. Stellen Sie diplomatische Fragen. Formulieren Sie Ihre

Fragen so, daß Ihr Gesprächspartner über sich sprechen kann.
8. Lassen Sie ihn so lange reden, bis er bereit ist zuzu-hören.
9. Behalten Sie das Gehörte für sich.
10. Sprechen Sie nicht über SICH — sprechen Sie über IHN. Das interessiert Ihren Zuhörer am meisten.

Wie man Takt anwendet,
um Auseinandersetzungen zu vermeiden
Ob Sie im Umgang mit Menschen Erfolg haben, hängt da¬von ab, wie taktvoll Sie sind, wie gut Sie die Probleme Ihrer Mitmenschen lösen können und ob Sie alles vermei¬den, was sie kränken könnte. Es hängt von Ihrer Geschidc¬lichkeit ab, eine heikle Angelegenheit mit großem Takt zu behandeln.
Takt ist für den Aufbau einer Erfolgs-Persönlichkeit von großer Bedeutung. Wenn Sie taktvoll sind, sind Sie auch ausgeglichen. Takt verhilft Ihnen zu Ansehen, Einfluß und sogar zu Macht. Taktvoll sein bedeutet glücklich sein.
Die Kunst des Persönlidikeits-Appeals hängt davon ab, daß Sie das ernten, was Sie gesät haben. Wenn Sie takt¬voll, diplomatisch, höflich und gewissenhaft sind, werden Sie mit niemandem Ärger haben. Das Barometer des Widerstandes fällt, weil Sie Ruhe bewahren. Es ist unmög¬lich, sich mit Ihnen zu streiten, wenn Sie weder kritisieren noch andere an ihre Schwächen erinnern.
Wenn Sie taktvoll sein wollen, sollten Sie
1. anderen beipflichten und sich gegen Mißverständnisse sichern.
2. Ihren Mitmenschen Komplimente machen und sich nicht mit ihnen streiten.

3. sympathisch sein und sich um andere sorgen.
4. lächeln und Verständnis zeigen.
5. Grobheiten vermeiden.
6. diplomatische Antworten geben.
7. niemals in der Offentlidikeit aus der Rolle fallen.
8. keinen Haß, Neid oder Ärger zeigen.
9. nur etwas Nettes sagen.
10. Ihren Mitmenschen Glauben und Vertrauen schenken.
Streiten Sie sich nicht, machen Sie lieber Komplimente
Streitsüchtige Menschen hassen nichts mehr, als wenn man ihnen den Wind aus den Segeln nimmt, indem man ihnen Komplimente macht. Durch eine überraschende Wendung können Sie einem Streitenden das Gefühl der Überlegen¬heit geben, während er bisher nur das Gefühl des Unter¬liegens kannte
Ein Mensch sucht deshalb Streit, weil er Aufmerksamkeit finden will. Er bittet auf eine verkehrte Art um Hilfe. In diesem Augenblick hilft ihm ein Kompliment am meisten. Überlegen Sie sich, was Sie einem streitsüchtigen Men-schen für ein Kompliment machen können. Geben Sie ihm das Gefühl, mehr zu sein als er ist. Bieten Sie ihm keine Angriffsfläche, machen Sie ihm lieber eine kleine Freude. Schenken Sie ihm Vertrauen, er wird nicht länger streiten. Kontern Sie auf Auseinandersetzungen mit Ihrem Persön-lichkeits-Appeal. Uben Sie durch Ihre Erfolgs-Persönlich-keit Anziehungskraft aus.
Geben Sie Ihrem Gesprächspartner die Möglichkeit, „sein Gesicht zu wahren”
Auseinandersetzungen und Ärger können lawinenartig an-schwellen und zu einem verheerenden Unglück führen. Auseinandersetzungen sind die Folge von gesellschaft-lichen Schwierigkeiten, die einen Menschen so belasten

können, daß er als letzten Ausweg Streit sucht. Da er keine Gewalt anwenden darf, muß er seine Spannungen durch laute Worte und durch Gesten abreagieren. Sehen Sie sich ruhig mit an, wie der Schneeball zur Lawine wird. Ver-suchen Sie sie nicht aufzuhalten. Lenken Sie lieber die La-wine in eine bestimmte Richtung. Durch diese Hilfe rückt der Streitende in ein besseres Licht. Verschaffen Sie ihm dadurch einen guten Abgang.
Jede Auseinandersetzung, die Sie gewinnen, bedeutet in Wahrheit einen Verlust
Beim Aufbau Ihres Persönlichkeits-Appeals müssen Sie sich bestimmte Fragen stellen, z. B. 1. „Was habe ich zu ge-winnen, wenn ich streite?” 2. „Wenn ich eine Auseinander-setzung siegreich beende, weil ich mich von meinem Vor-urteil nicht abbringen ließ, was habe ich dann wirklich ge-wonnen?” 3. „Wenn ich bei einem Streit in unnützer Weise meine Kräfte erschöpft habe, ist dadurch meinem Ge-sprächspartner geholfen?” 4. „Ist mir selbst geholfen?”
Bedenken Sie, daß Sie sich alle Vergeltungsmaßnahmen, schlagartige Antworten, freche Bemerkungen, Verleum-dungen, Verdächtigungen und Sarkasmen nicht leisten können. Jede Auseinandersetzung, die Sie gewinnen, be-deutet in Wahrheit einen Verlust, weil Sie Ihre Überheb-lichkeit verraten haben. Sie haben Ihr Gegenüber blo߬gestellt, er hat sein Gesicht verloren. Einem Kunden, Pa¬tienten, Angestellten oder einem Freund zu widersprechen, kostet Sie nicht nur diesen Freund, sondern auch alle an¬deren möglichen Freunde, denen er seine Geschichte erzählt.
Das sollten Sie behalten
1. Geben Sie Ihrem Gesprächspartner das Gefühl, daß er im Recht ist. Vergessen Sie alles andere.

2. Räumen Sie ihm die Möglichkeit ein, seine Meinung vor¬zubringen. Er hat ein Recht, sie zu vertreten. Sie haben kein Recht, ihn nicht zu Wort kommen zu lassen.
Jeder möchte gern das Gefühl haben, daß er recht hat. Bestätigen Sie es ihm deshalb! Geben Sie ihm das Gefühl der Selbstzufriedenheit, obwohl Sie wissen, daß er im Un-recht ist.
Wenn Sie schließlich in den Augen Ihrer Mitmenschen einen festen Standpunkt eingenommen und durch Ihre Er-folgs-Persönlichkeit den Weg zum Herzen aller gefunden haben, werden Sie feststellen, daß Ihre Mitmenschen zu-geben, daß sie im Unrecht sind. Sie reagieren deshalb so, weil sie Sie nicht als Vertrauten und als Freund verlieren möchten. Wenn Sie in diesem Augenblick immer noch der Meinung sind, daß Ihre anfängliche Meinung richtig ist, dann lassen Sie der Wahrheit und Gerechtigkeit ihren Lauf. Aber selbst dafür kann es bereits zu spät sein.
Sechsunddreißig sichere Tips,
wie man eine Auseinandersetzung vermeidet
1. Stellen Sie dem Streitenden diplomatische Fragen.
2. Unterdrücken Sie Ihre negativen Reaktionen.
3. Hören Sie zu.
4. Beobachten Sie die Mimik Ihres Gegenübers.
5. Versuchen Sie sein Problem kritisch zu beurteilen, ohne dazu Stellung zu nehmen.
6. Bleiben Sie neutral.
7. Lassen Sie sich nicht von Ihrem Gefühl beeinflussen, wenn Sie das Problem beurteilen.
8. Schenken Sie Ihrem Gesprächspartner Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.
9. Seien Sie freundlich, besorgt und taktvoll.
10. Glauben und vertrauen Sie ihm
11. Verteidigen Sie Ihre Stellung nie.

12. Seien Sie nicht kalt und zynisch.
13. Bleiben Sie entspannt und ruhig.
14. Kritisieren Sie nicht.
15. Sagen Sie nichts, was den Kampfgeist des anderen beeinträchtigen könnte.
16. Graben Sie nicht wieder seine alten Probleme aus.
17. Erinnern Sie nie jemanden an seine Schwächen.
18. Seien Sie nicht grob. Grobheit ist eine gefährliche Waffe.
19. Kritisieren Sie nicht selbst.
20. Geben Sie dem anderen das Gefühl, überlegen zu sein.
21. Verbergen Sie Ihre eigenen Schwächen.
22. Verhalten Sie sich nie ablehnend. Ablehnung erzeugt Ärger.
23. Zeigen Sie niemals Abneigung, Mißtrauen oder Zynismus.
24. Geben Sie dem anderen nie einen Korb.
25. Gehen Sie diplomatisch und taktvoll vor. Es ist das klügste, was Sie machen können.
26. Zeigen Sie Vertrauen. Kein Mensch streitet, wenn er überlegen ist.
27. Lächeln Sie. Es ist eine gute Therapie und ein Freundschaftsangebot.
28. Spornen Sie Ihre Mitmenschen an, statt sie herunter¬zumachen und herabzusetzen.
29. Loben Sie. Quälen sie die anderen nicht.
30. Gewinnen Sie Kontakt zur Umwelt, indem Sie tüchtig sind.
31. Lachen Sie innerlich über Ihre Widersacher.
32. Machen Sie eine Faust in der Tasche. Aber strecken Sie Ihrem Gegner Ihre Hand zur Freundschaft entgegen.
33. Stellen Sie fest, was falsch war.
34. Wenn Sie unrecht haben, dann geben Sie es zu. Ein Ge-ständnis ist das beste, was man bei einer Auseinander-setzung machen kann.

35. Versuchen Sie alte Hindernisse doch noch zu überwin-den. Wenn Sie nicht durch den Haupteingang gehen können, dann nehmen Sie den Nebeneingang. Sie wis-sen ja, es gibt immer eine Alternative.
36. Machen Sie aus der Situation das Beste. Sie können Un¬glück vermeiden, wenn Sie sich zurückziehen. Sie wis¬sen ja, ein Mensch mit einer Erfolgs-Persönlichkeit lernt alle taktischen Kunstgriffe.