Die Macht der Kommunikation
Vieles, was gesprochen wird, ist bald wieder vergessen; das meiste, was gedruckt wird, wird kaum gelesen.
Anders ausgedrückt: Die Kommunikation verzögert sich. Es ist nicht immer der Fehler desjenigen, mit dem Sie in Kommunikation treten. In irgendeinem Moment gelingt es Ihnen nicht, sich so auszudrücken, Ihre Anweisungen so zu formulieren und Ihren Plan so zu entwerfen, daß andere Sie ganz verstehen. Man hat Ihnen von Anfang an nicht aufmerksam zugehört oder nicht mit Ihnen zusammengear¬beitet. Sie haben Ihre Mitmenschen nicht soweit gebracht, daß Sie zuhören wollten. Man hat nicht auf Sie reagiert, und Sie haben nicht die unbedingte Notwendigkeit er¬kannt, die Macht der Kommunikation auszuüben, um eine Idee zu vermitteln. Infolge Ihres Versagens verlieren Sie Freunde, Kunden, Patienten, Verbraucher oder Mitarbei¬ter, weil Sie nicht fähig sind, durch Kommunikation die Aufmerksamkeit auf eine Idee oder einen Auftrag zu kon¬zentrieren.
Warum soll man die Kunst der Kommunikation lernen?
Ihr Erfolg steht in direktem Verhältnis zu Ihrer Fähigkeit, die Menschen und ihre Probleme zu verstehen und sie dann durch ein oder mehrere Mittel der Kommunikation in bestimmte Bahnen zu lenken
Es ist heute mehr denn je notwendig, Kommunikations-mittel anzuwenden, um die vielfältigen Ablenkungen von außen zu zerstören, wodurch die Menschen für innerliche Werte immer unempfänglicher werden.

In mancher Beziehung sind die Menschen heute gebildeter, sie sind erfahrener, zugleich aber auch abgestumpfter. Bei ihnen anzukommen ist nicht mehr einfach, weil sie sich mit Mauern umgeben haben.
Infolgedessen müssen Sie im Geschäfts- und Berufsleben ebenso wie im täglichen Leben ihre Aufmerksamkeit und ihre Zuneigung gewinnen, damit sie auch weiterhin Ihr Freund oder Kunde bleiben. Das können Sie nur erreichen, wenn Sie bei ihnen aufgrund Ihrer Ausdruckskraft und Ihrer Erscheinung ankommen. Denken Sie daran, daß jeder, mit dem Sie in Kontakt kommen, sich für ein „hohes Tier” hält. Helfen Sie ihm deshalb, diese Vorstellung zu behalten. Bestärken Sie ihn in seiner Meinung.
Wenn Sie die Fähigkeit entwickeln, Ihre Mitmenschen in Ihren Bann zu ziehen, wenn Sie sie soweit bringen, daß sie tatsächlich hören wollen, was Sie zu sagen haben, dann haben Sie es geschafft. Sie haben die Schallmauer durch¬brochen. Durch Gespräche kommen Sie zu einer gemein¬samen Verständigung. Gespräche sind dazu da, die Men¬schen zu beeindrucken, ihr Interesse zu wecken und sie in gewünschte Bahnen zu lenken.
Ob jung oder alt, ungebildet oder Doktor, alle Menschen brauchen Führung. Sie müssen überzeugt werden. Sie brauchen Anleitung. Dieser Wunsch wird in der heutigen Zeit immer größer. Die notwendige Fähigkeit der Kom¬munikation mit der Umwelt wird ebenfalls immer größer. Folglich müssen Sie bei Ihren Mitmenschen „ankommen”. Sie müssen ihre „empfindlichen” Stellenherauszufinden ler¬nen, damit Sie Kränkungen durch Worte wiedergutmachen können. Das kann man sehr häufig tun, bevor man die Probleme überhaupt erörtert hat. Durch Ihre Stimme allein können Sie erreichen, daß sich die anderen besser fühlen. Ihre Stimme ist ein wesentlicher Faktor Ihres Persönlich¬keits-App eals.

Ihre Stimme
Ihre Stimme hinterläßt großen Eindruck auf Ihre Mitmen¬schen. Sie ist mit ausschlaggebend für die Meinung, die man sich von Ihnen bildet.
Ihre Stimme macht 15% Ihrer Persönlichkeit aus! Pflegen Sie sie, und sie wird ein geeignetes Mittel der Kommuni¬kation sein.
Ihre Stimme hat überzeugende Kraft und kann zum ge¬wünschten Erfolg beitragen. Sie hilft, aus Ihnen eine ein¬drucksvolle Erscheinung zu machen.
Ihre Stimme hat Uherzeugungskraft, nutzen Sie siel
Ihre Werbung in eigener Sache und Ihr Kontakt zur Um¬welt hängen entscheidend von Ihrer Persönlichkeit und Ihrer Stimme ab. Sie sollten sich dabei klarmachen, daß Sie eine angenehme, überzeugende Stimme haben KÖN¬NEN, wenn Sie die einzigartige Kraft gebrauchen, die in ihr steckt.
Ihre Stimme kann anregend, beruhigend oder faszinierend sein. Sie kann die Schmerzen eines Menschen lindern. Oder überzeugen; Vorschläge in Befehle verwandeln und jeman¬den zur Zusammenarbeit bewegen, wenn alles andere nichts genutzt hat. Ihre Stimme kann Ihre Macht sein!
Wie können Sie Ihre Mitmenschen durch Ihre Stimme beeinflussen?
Worte verraten Ihre innere Einstellung, Ihre Gedanken oder Gefühle. Der Ton eines Wortes kann etwas aus¬drücken, was man durch Worte nicht sagen kann. Da 95% aller Menschen ihre Stimme falsch gebrauchen, sprechen sie oft etwas in einer Art, die ihnen später leid tut. Der Ton wird häufiger als der Inhalt mißverstanden.

Beachten Sie bei der Entfaltung Ihrer Persönlichkeit, daß eine Stimme, die monoton klingt, die phlegmatisdi und gefühllos, unmelodisch, krächzend oder laut ist, Ihre Mit-menschen irritiert. Wenn Sie mit solcher Stimme zu den Menschen sprechen, gebrauchen Sie nicht die Vorteile des Persönlidikeits-Appeals. Sie versäumen, den größten Nut-zen aus Ihrer Stimme zu ziehen. Das können Sie sich nicht leisten.
Wenn Ihre Stimme gleichgültig klingt, werden die Men-schen auch Sie für gleichgültig halten. Wenn Ihre Stimme hart, rauh, unangenehm ist, werden die Leute auch Sie für hart, rauh und unangenehm halten. Nur eine sehr starke Persönlichkeit kann dann die einmal gebildete Meinung ändern.
Daher KANN Ihre Stimme sehr viel zerstören. Sie müssen unbedingt erkennen, daß Ihre Stimme als Teil Ihres Per-sönlichkeits-Appeals und Ihrer Erscheinung wesentlich für Ihren Erfolg ist. Sie dürfen nicht vergessen, daß die an-deren•für eine wohlklingende Stimme sehr empfänglich sind. Damit Sie wissen, welche Stimmarten den Menschen widerstreben, habe ich eine Liste zusammengestellt. Hier-aus können Sie ersehen, welche Sprechweise gern gehört wird. Hier ist die Liste:
Zwanzig unsympathische Sprechweisen
1. Schnelles Sprechen.
2. Schrill sprechen.
3. Näseln.
4. Monoton sprechen.
5. Gleichgültig sprechen.
6. Laut sprechen.
7. Dumpf sprechen.
8. Kreischend sprechen.
9. Heiser sprechen.
10. Sehr leise sprechen.

11. Rauh sprechen.
12. Quäkend sprechen.
13. Schlechte Grammatik.
14. Slang oder gemeine Sprache.
15. Unartikulierte Sprechweise.
16. Keine Atemkontrolle.
17. Eine unmelodische Stimme.
18. Worte verschlucken, während des Sprechens rauchen, sich die Nase putzen, keuchend sprechen usw.
19. Unangenehme Stimme.
20. Weinerliche Stimme.
Hören Sie sich so, wie Sie von Ihren Mitmenschen gehört werden
Versuchen Sie einmal zur Abwechslung sich selbst zuzu-hören. Nehmen Sie Ihre Stimme auf Tonband auf, und ver-gleichen Sie sie mit einer Rundfunkansage, einer Fern-sehansage oder einem Kommentar. Beachten Sie den im-angenehmen Klang. Nachdem Sie das erste Erstaunen über Ihre Stimme überwunden haben, hören Sie sich das Band noch einmal, ja sogar so lange an, bis Sie jeden falschen Ton im Gedächtnis haben. Beachten Sie Ihre Artikulation. Ist sie gut? Mittelmäßig? Schlecht? Gebrauchen Sie Ihren Kiefer, Ihre Lippen und Ihre Zunge richtig, wenn Sie spre-chen, oder nuscheln Sie? Haben Sie Angewohnheiten, die Sie bei bestimmten Fernsehansagerinnen ablehnen? Wenn Ihre Sprechweise mangelhaft ist, wird Ihre Persönlichkeit auch mangelhaft sein. Sie versäumen dann, Ihre Stimm-qualität richtig zu nutzen.
Welche Eigenschaften sollte Ihre Stimme haben? Ihre Stimme sollte
1. tief klingen
2. artikuliert sein

3. gedämpft sein
4. ruhig klingen, auch wenn Sie erregt sind
5. sich heben und senken, während Sie überlegen
6. rein sein
7. melodisch sein
8. Sie sollten nur Sinnvolles sagen.
Keine Stimme ist von Natur aus schön:
Man muß sich um den guten Klang der Stimme bemühen
Keine Stimme ist von Natur aus schön. Eine Stimme ist wie ein Garten. Man muß ihn pflegen. Dauernd und regel¬mäßig. Man muß sich vielleicht sogar eine Zeitlang zurück¬ziehen, damit die anderen die Schwierigkeiten der Über¬gangszeit nicht miterleben.
Damit Sie eine angenehmere Stimme bekommen, sollten Sie jeden Tag zehn Minuten üben. Nehmen Sie sich diese Zeit und sprechen Sie vor sich hin. Nachdem Sie das oft genug gemacht haben, werden Sie feststellen, daß Sie dem gewandtesten Gesprächspartner, den Sie kennen, nicht nachstehen.
Wenn Sie nicht wissen, was Sie vor sich hin sprechen sol¬len, beschreiben Sie Ihre Wohnung. Sprechen Sie schlicht und einfach. Auch wenn Sie nicht singen können, vermei¬den Sie lasche Monotonie. Versuchen Sie das, was Sie sagen, melodisch zu sagen. Üben Sie die Vokale A – E – I – 0 – U, als ob Sie Tonleitern üben. Das genügt schon für den Anfang.
Sprechen Sie nun etwas tiefer. Wiederholen Sie die Ton-leiter. Sprechen Sie noch etwas tiefer. Dann auf Band. Wiederholen Sie die Vokale, als ob Sie eine Geschichte singen würden. Sie wissen ja, der Ton macht die Musik. Halten Sie Ihre Stimmlage. Achten Sie darauf, daß Ihre Töne rein sind. Nehmen Sie nun ein Buch zur Hand. Sin¬gen Sie das, was Sie lesen, die Tonleiter herauf und her

unter. Die Töne müssen voll sein, wenn Sie Ihr Stimm¬volumen verändern. Halten Sie das Sprechtempo und die Stimmlage. Betonen Sie einzelne Wörter. Sprechen Sie sehr artikuliert.
Denken Sie während des Ubens auch immer an Ihre Haltung. Halten Sie sich gerade. Drücken Sie die Knie durch. Pressen Sie das Gesäß zusammen, als ob Sie einen Goldklumpen festhalten wollten. Atmen Sie nun ein. Zäh¬len Sie bis zehn. Atmen Sie aus. Atmen Sie wieder ein und zählen Sie bis 20, halten Sie währenddessen den Atem an. Atmen Sie aus und zählen Sie dabei bis 20. Sie werden es beim ersten Mal wahrscheinlich nicht ganz schaffen, aber nachdem Sie ein paar Tage lang geübt haben, wird Ihnen der Atem sicher nicht mehr ausgehen.
Wiederholen Sie die folgenden Sätze immer wieder: „Sen¬ken Sie Ihre Stimme.” „Gebrauchen Sie die Lippen.” „Neh¬men Sie die Zungenspitze zu Hilfe, um Wörter so deutlich wie möglich auszusprechen.” „Nützen Sie den Charme Ihrer Stimme, um erfolgreich zu sein.”
Schauen Sie in den Spiegel, während Sie diese Sätze sagen. Lächeln Siel Achten Sie später, wenn Sie Ihre Stimme auf Tonband hören, darauf, daß man in Ihrer Stimme Ihr Lä¬cheln erkennen kann. Ihre Stimme wird dadurch lebhafter. Fügen Sie Ihren Konsonanten und Vokalen deshalb ein Lächeln hinzu. Eine freundliche Stimme macht Ihre Erschei¬nung noch eindrucksvoller. Sie verleiht Ihrem Persönlich¬keits-Appeal neuen Glanz.
Die ganze Arbeit nimmt täglich nur zehn Minuten ein. Aber was Sie heute investieren, zahlt sich in Zukunft aus!
Vergessen Sie nicht, daß Ihre Stimme 15% Ihrer Persön-lichkeit ausmacht. Und wenige Minuten genügen, um gro¬ßen Gewinn zu erzielen.
Uben Sie. Lernen Sie Ihre Ausdrucksweise kennen. Merzen Sie Ihre Fehler aus. Verbessern Sie Ihre Stimme, und Sie

können beobachten, wie Ihre Beliebtheit sich steigert. Ver¬bessern Sie ihre Spredifähigkeit, und Sie werden sehen, Ihre Erscheinung wird noch eindrucksvoller)
Die Stimme ist ein wirksames Instrument. Ihre Persönlich¬keit kann durch sie gewinnen, aber auch verlieren. Das liegt allein an Ihnen.
Das sollten Sie beachten, wenn Ihre Stimme Ihren Persönlichkeitswert steigern soll
1. Verleihen Sie Ihrer Stimme Ausdruckskraft.
2. An Ihrer Stimme soll man erkennen, daß Sie sich be¬herrschen können.
3. Modulieren Sie Ihre Stimme.
4. Atmen Sie richtig ein und aus.
5. Sprechen Sie deutlich, murmeln Sie nicht.
6. Uberzeugen Sie. Treten Sie entschlossen auf, ohne sich dabei unbeliebt zu machen.
7. Bleiben Sie ausgeglichen und selbstsicher.
8. Sprechen Sie nicht zu langsam und nicht zu schnell. Geben Sie Ihren Zuhörern die Möglichkeit, das Gehörte zu verarbeiten.
9. Achten Sie bei anderen auf Sprachfehler. Machen Sie die gleichen Fehler?
10. Lassen Sie Ihre Augen, Lippen und Zunge sprechen. Ihr Gesicht sollte nicht unbeweglich sein.
11. Ihre Stimme sollte auf Ihre Zuhörer einen guten Ein¬druck machen.
12. Schließen Sie sich einem Konversationszirkel an. Ge¬hen Sie unter Menschen, reden Sie. Wenn Sie in der Öffentlichkeit reden, werden Sie selbstsicherer. Sie glauben an sich selbst. Sie haben darüber hinaus die Gelegenheit festzustellen, daß Ihre Stimme ein entschei¬dender Faktor Ihres Persönlic:hkeits-Appeals ist.

Wählen Sie Ihre Worte richtig, wenn Sie sich mit anderen verständigen
Worte sind ein Mittel zur Verständigung. Sie werden von erfolgreichen Menschen angewendet, um andere zu lenken. Mit Worten können Sie etwas anschaulich darstellen. Sie können dadurch in Ihren Mitmenschen gleiche Gedanken erzeugen. Gebrauchen Sie anschauliche Wortkombinatio¬nen, und man wird Sie verstehen.
Diese Art der Kontaktaufnahme zur Umwelt kann man als „Verkaufsangebot” bezeichnen, denn Sie wollen ja Ihre Persönlichkeit verkaufen. Sie müssen deshalb Ihre Worte sorgfältig wählen und eine gute Sprechfähigkeit besitzen, damit Sie Ihre Ideen auch anschaulich darstellen können.
Worte sind Ihre Visitenkarte. Von Ihrer Ausdrucksweise hängt es ab, ob Sie bei Ihren Mitmenschen Verständnis finden. Wie gesagt, Worte sind ein Mittel der Verstän¬digung. Die Konversation ist ein Spiegel, der den Glauben an sich selbst reflektiert. Ihre Stimme verrät Ihre Fähig¬keit, Gedanken durch Worte zum Ausdruck zu bringen. Sie verrät Ihr Mitgefühl, Ihr Verständnis und Ihre Anteil¬nahme Da Worte ein Mittel der Verständigung sind, sind sie auch ein Mittel der Macht. Es liegt nur an Ihnen, diese Macht auszuüben.
Wie man sein Gesicht verliert,
wenn man seine Stimme nicht richtig gebraucht
Viele Leute verbergen ihre Minderwertigkeitsgefühle hin¬ter einer Mauer von Verschwiegenheit. Sie reden sehr wenig. Solche Menschen wollen damit andeuten, daß Un¬terhaltung mit anderen unnötig ist und nur zu Komplika¬tionen führt. Solche Menschen machen keinen Gebraudi von ihrer Stimme. Durch ihr Schweigen entstehen Mißver¬ständnisse.

Andererseits verlieren Personen ihr Gesicht, weil sie so tun, als ob sie ein wandelndes Lexikon wären. Sie wollen unter allen Umständen ihr umfangreiches Wissen anbrin¬gen und irritieren damit ihre Gesprächspartner. Dann gibt es Leute, die zu offen sind. Sie schleudern den anderen die Wahrheit ins Gesicht. Ein solcher Vertreter sagt beispiels¬weise: „Da haben Sie den Salat! Nun sehen Sie zu, wie Sie damit fertig werden!” Ein solcher Arzt meint: „Wenn ein Patient Krebs hat, dann muß man es ihm sagen!”
Der eine sagt zuviel. Der andere sagt zuwenig. Wieder ein anderer, der nicht die richtigen Worte finden kann, macht einen Menschen unglücklich, indem er ihm sagt, daß er unheilbar krank sei. Solche Menschen verlieren ihr Ge¬sicht. Folglich verlieren sie auch ihr Gaschäft, ihre Kun¬den, Verbraucher, Patienten und Freunde, weil sie die Kunst der Verständigung mit ihren Mitmenschen nicht beherrschen.
Verständigung: eine Voraussetzung für das Wohlergehen Ihrer Mit’nensdien
Wenn Sie Kontakt zur Umwelt suchen, sollten Sie vor allem für das seelische und leibliche Wohl Ihrer Mitmen¬schen sorgen.
Ihre Kunden, Patienten oder Angestellten möchten vor allen Dingen frei von Kummer und Sorgen sein. Sie wollen sich wohl und geborgen fühlen. Zuallererst wollen sie Seelenfrieden. Als egoistische Wesen brauchen sie jeman-den, der ihnen einen Halt gibt, der Worte findet und sie bemitleidet, ihre Spannungen löst und ihnen ihre Furcht nimmt, jemanden, der die richtigen Worte findet, um ihre Nerven zu beruhigen.
Wenn ein Patient zum Arzt kommt, sollte man daran den-ken, daß der Patient in Wirklichkeit an der Diagnose des Arztes gar nicht interessiert ist. Wenn ein Angestellter zu

Ihnen kommt und über Uberarbeitung klagt, macht er sich in Wirklichkeit gar keine Sorgen über seine Uberarbei¬tung. Er will nur Anerkennung für seine Probleme oder seine Arbeit finden. Dem Patienten kommt es mehr darauf an, was der Arzt für seine Genesung zu tun gedenkt. Wenn einer eine Versicherungspolice erwirbt, möchte er mehr, als sich versichern zu lassen. Er will die Gewißheit haben, daß seine Familie ein gesichertes Auskommen hat, wenn er einmal nicht mehr ist. Tarifabkommen enthalten Sozialleistungen, weil die Gewerkschaften darauf bedacht sind, ihren Mitgliedern zu beweisen, wie sehr sie sich für sie einsetzen. Die Leute wollen beruhigt werden. Sie wol¬len, daß man ihnen die Furcht nimmt und innere Ruhe ver¬schafft, denn sonst vervielfachen sich Kummer und Sorgen.
Finden Sie die richtigen Worte (mündliche oder schrift-liche), und Sie können Ihre Mitmenschen beruhigen.
Worte und ihr Einfluß auf die Leute
Durch Worte kann man Menschen beeindrucken, be-schwichtigen, verärgern, besänftigen oder herausfordern. Durch Worte kann man sie zum Handeln bewegen, sie be-geistern und ihre Aufmerksamkeit erlangen.
Worte beweisen Loyalität
Loyalität ist an Worten und Taten erkennbar. Loyalität lebt und stirbt mit Ihrer Fähigkeit, den Leuten das zu sagen, was sie hören wollen. Durch Worte kann man Men¬schen zum Sieg verhelfen. Worte, im falschen Augenblick gesagt, können sehr viel Unheil anrichten und zum vor¬zeitigen Tod eines Menschen führen. Sie brauchen nur an das Beispiel mit dem Arzt zu denken, der sagt: „Sagen Sie ihm, daß er Krebs hat.” Worte sind überzeugende Argu¬mente. Sie sind eine Brücke von Mensch zu Mensch. Uber eine solche Brücke können Sie Ihre Mitmenschen führen. Sie

können ihnen die Furcht nehmen, wenn Sie die treffenden Worte wählen.
Alle Leute reagieren auf Worte. Keiner kann sich gegen sie verschließen. Worte können daher Waffen oder Frie-denssymbole sein. Sie können eine vielversprechende Zu-kunft oder aber auch die Hölle bedeuten. Wählen Sie fal-sche Worte, und Sie werden einen Menschen so kennen-lernen, wie er wirklich ist. Seine Vergangenheit, seine Le-benseinstellung und seine Furcht bedrücken ihn oder ver-leihen ihm Energie. Das hängt davon ab, was für ein Mensch er ist. Durch Worte können Sie Loyalität erwerben oder auch verlieren.