Wie man Persönlichkeit “verkauft”

Wenn Sie sich selbst „verkaufen” wollen, sollten Sie vor allen Dingen daran denken, daß sich Ihre Persönlichkeit von der Ihrer Mitmenschen unterscheidet. Ob die Leute Sie mögen oder nicht, hängt davon ab, was Sie sagen und wie Sie es sagen und ob Sie ein angenehmes oder unangenehmes Äußeres haben. Ob Sie ein gutes Verhältnis von Mensch zu Mensch herstellen können, liegt daran, wieweit Sie die Kluft zwischen sich und Ihren Mitmenschen überbrücken können.

Diese Brücke, die Sie zu Ihren Mitmenschen schlagen, entscheidet über Ihren Erfolg oder Mißerfolg. Sie muß ein Gebiet überbrücken, in diesem Fall Meinungen. Genau das ist die Funktion der Erfolgs-Persönlichkeit. Sie überbrückt eine gesellschaftliche Kluft mit Wärme, Freundlichkeit und Verständnis.

Geschick im Ausdruck ist entscheidend für den Persönlichkeits-„Verkauf”

Jeder Tag beweist die Notwendigkeit, Persönlichkeit „zu verkaufen”. Was und wie andere über Sie denken, hängt davon ab, was Sie tun, um ihre Freundschaft zu erwerben und ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Es kann entscheidend sein, ob Sie eine lebhafte Konversation führen können und Geschick im Ausdruck zeigen.

Jedesmal, wenn Sie mit Menschen in Kontakt kommen, haben Sie reichlich Gelegenheit, festzustellen, ob Sie sich geschickt ausdrücken können und dadurch in der Lage sind, die anderen in die von Ihnen gewünschte Richtung zu lenken.

Geschick im Ausdruck verrät Ihre Beobachtungsgabe. Durch diplomatische Ausdrucksweise können Sie aber auch Mut und Hoffnung spenden. Genauso, wie Sie durch Persönlichkeits-Appeal Erfolg haben wollen, will Ihr Kunde, Patient, Gemeindemitglied oder potentieller Verbraucher durch Ihre Hilfe Sicherheit haben. Alle suchen Sicherheit. Eine Erfolgs-Persönlichkeit kann diese Sicherheit vermitteln.

Wenn Sie einem Kunden Mut zusprechen, muß Ihre Ausdrucksweise der Persönlichkeit des Kunden angepaßt sein. Mit einigen Menschen muß man vornehm und freundlich sprechen. Andere wollen, daß man ihnen gegenüber energisch und gebieterisch auftritt. Sie müssen deshalb Ihre Unterhaltung auf die Umstände und die individuellen Eigenarten Ihres Gesprächspartners abstimmen. Sie können nicht bei jedem die gleiche Technik benutzen.

Ihr Kontakt zu Ihren Mitmenschen, d. h. wie Sie andere inspirieren, wie Sie etwas erklären und dem anderen Zeit geben, seine Probleme zu erörtern, entscheidet darüber, wie sehr Sie Ihre Mitmenschen für sich einnehmen können.

Drücken Sie sich positiv und klar aus

Geben Sie jedem Gespräch eine persönliche Note. Mit ihr erreichen Sie das von Ihnen Gewünschte. Sie spornt andere an, selbst etwas für ihr Wohlergehen zu tun. Die folgenden Wendungen exemplifizieren eine positive und klare Ausdrucksweise, ohne die Sie kein Ziel erreichen können:

1. „Ich möchte, daß Sie es (so und so) machen.”

2. „Das ist genau das, was ich von Ihnen erwarte.”

3. „Das erhoffe ich mir von unserer Zusammenarbeit.”

4. „Ich werde alles in die Hand nehmen.”

5. „Ich will dieses Problem für Sie untersuchen.”

6. „Geben Sie mir das Stichwort, Herr Schneider.”

7. „Ich bin genauso nahe wie Ihr Telefon.”

8. „Wenn Sie mich brauchen, dann rufen Sie mich bitte an.”

9. „Ihr Erfolg ist mein Erfolg.”

10. „Wir werden es gemeinsam zu etwas bringen.”

Wenn Sie solche Wendungen gebrauchen, sind Sie positiv. Sie hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck, Sie beweisen Charakterstärke. Um Mißverständnisse zu vermeiden, müssen Sie wissen, was Sie wollen. Schreiben Sie es auf. Geben Sie dann Ihre Anweisungen mit einer persönlichen Geste an Ihren Kunden weiter, so daß er ihre Wünsche in aller Ruhe durcharbeiten kann.

Redewendungen, die Sie täglich gebrauchen können

Obwohl gewisse Redewendungen auf den ersten Blick banal klingen, können Sie sie im richtigen Augenblick wirksam anwenden. Einige dieser alltäglichen Wendungen sind unten aufgeführt. Wenn sie in der richtigen Art und Weise und zur rechten Zeit gebraucht werden, sichern sie manchen Vertrag, manchen Kunden, manchen Patienten und manches Geschäft. Es sind Wendungen, durch die Sie die Zuneigung Ihrer Mitmenschen gewinnen.

Acht freundliche Redewendungen

1. .Ich war im Unrecht.”

2. „Es tut mir leid.”

3. „Herzlichen Dank.”

4. „Wie kann ich Ihnen helfen?”

5. ,,Kann ich noch etwas für Sie tun?”

6. „Ich bin stolz auf Sie und Ihren Erfolg.”

7. „Sie haben Fähigkeiten, die ich aufrichtig bewundere und schätze.”

8. „Ich bin immer da, um Ihnen zu helfen.’

 

Vierzehn Wege, um wortgewandt zu werden

1. Sprechen und handeln Sie immer positiv. Wandeln Sie negative Antworten und Fragen um.

2. Streiten Sie sich nicht. Halten Sie an Ihren Grundsätzen unverbrüchlich fest.

3. Sie sind ein gewandter Gesprächspartner, wenn Sie anderen die Gelegenheit zum Sprechen geben.

4. Sprechen Sie in Gegenwart eines anderen nur über ihn. Alles andere ist unwichtig.

5. Kritisieren Sie nie.

6. Finden Sie ein paar freundliche Worte für Ihre Rivalen. Sprechen Sie nie geringschätzig oder mißbilligend.

7. Machen Sie Komplimente. Geben Sie Ihrem Kunden einen Grund, auf sich stolz zu sein. Bringen Sie ihn dazu, daß er mit Ihnen zusammen sein will.

8. Wenn Sie Witze erzählen, dann nie obszöne oder „zweideutige”.

9. Weisen Sie durch Fragen auf die Nöte der anderen hin. Beispiel: „Sie haben Ihr bisheriges Verkaufsvolumen nicht erreicht, Herr Schulz, oder doch?” oder, wenn Sie Arzt sind: „Ihre Haut ist nicht mehr so rosig und rein wie sonst, nicht wahr, Fräulein Schmidt?”

10. Ziehen Sie Vergleiche, damit der Kunde ein klares Bild bekommt Zeigen Sie den Unterschied zwischen seinem Problem und der normalen Situation.

11. Formulieren Sie eine Aussage immer so, daß der andere glaubt, es sei seine Idee.

12. Drücken Sie sich so aus, daß andere zum positiven Denken angeregt werden. Beispiele: „Nutzen”, „Hilfe”, „Heilung”, „Besserung”, „Verbesserung”, „Wendung zum Besseren” usw.

13. Lassen Sie keine Zweifel bestehen. Seien Sie präzise. Fragen Sie: „Ist Ihnen das, was ich gesagt habe, auch ganz klar?”

14. Verbinden Sie Tatsachen, gesunden Menschenverstand und Vernunft mit Ihren Vorschlägen Dann überzeugen Sie. Eine Erfolgs-Persönlichkeit wird dadurch wirksamer.

 

Wie man mit Menschen umgeht

Der Unterschied zwischen Erfolg und Mittelmäßigkeit besteht nicht darin, was man sagt, sondern wie man es sagt. Die Methoden und das Verhalten entscheiden über die Art des Kontaktes zur Umwelt.

 

Vierzehn Anzeichen, daß Sie liebenswerter werden

1. Sie wenden sich an andere, wenn Sie selbst Hilfe brauchen.

2. Sie verstehen den Standpunkt der anderen.

3. Sie verlangen von Ihren Mitmenschen nicht mehr, Ihren Befehlen zu gehorchen. Sie bitten sie nur um Mitarbeit.

4. Sie jagen anderen nicht mehr Furcht und Schrecken ein.

5. Sie versuchen, anderen ein Gefühl der Sicherheit zu geben.

6. Sie entwickeln Sinn für Humor.

7. Sie bemerken, daß Sie andere loben.

8. Sie beantworten Fragen. Das haben Sie vorher nie in dieser Form getan.

9. Sie vermeiden Mißverständnisse dadurch, daß Sie wichtige Angelegenheiten klären.

10. Sie werden ein besserer Zuhörer, weil Sie weniger sprechen.

11. Sie sind zu allen Zeiten höflich, mitfühlend, verständnisvoll und freundlich.

12. Sie bringen Ihre persönlichen Dinge in Ordnung.

13. Sie argumentieren nicht und zeigen auch keine Abneigung gegen jemanden, weil Sie sich bewußt bemühen, die Zuneigung und Treue der anderen zu gewinnen.

14. Sie kommen sich nicht mehr allgewaltig vor oder glauben, Sie seien unentbehrlich, auch wenn Sie noch so erfolgreich sind.

 

Das sind die Anzeichen und Symptome für Ihren sich ständig vergrößernden Einflußbereich. Sie verraten, wie gut Sie in Ihrem Streben nach Erfolg weiterkommen.

Solange es Menschen gibt, wird es menschliche Schwächen geben. Die Menschen brauchen jemanden, an den sie sich anlehnen können. Davon sollten Sie profitieren! Jeder hat mehr oder weniger große Schmerzen. Aber die Menschen wollen mehr als Pillen, Arzneien, Brillen oder sonstige Therapien. Sie brauchen moralische Unterstützung, einen seelischen Halt. Wenn Sie diese Stütze durch Erfolgs-Persönlichkeit geben können, dann entscheidet das nicht nur Ihren Erfolg, sondern auch die Seelenruhe Ihrer Mitmenschen.

 

Lachen ist Medizin

Die Psychologie des Persönlichkeits-Appeals manifestiert sich auf viele Arten. Eine besondere ist der Humor. Lachen hebt die Stimmung und gibt dem Ich einen Halt.

Humor ist ein gesellschaftliches Bindemittel zwischen Ihnen und Ihren Mitmenschen. Er macht Zusammenarbeit möglich, wenn alle anderen Versuche mißlingen. Humor zeigt, daß Sie menschlich sind. Ihr Erfolg beruht oft darauf, daß Sie jemanden zum Lachen bringen.

Wer in jeder Lebenslage seinen Sinn für Humor behält, erhält sich audi. Freunde, Klienten, Patienten und Kunden. Anders ausgedrückt: Schon Ihre Fähigkeit, einen Menschen zum Lachen zu bringen, macht Ihre Gegenwart wünschenswert. Das ist vorteilhafter Persönlichkeits-Appeal.

 

Bieten Sie Ihre Freundschaft an, und Sie gewinnen wahre Freunde

Man muß die Notwendigkeit des Persönlichkeits-Appeals für den Erfolg ganz real sehen. Die meisten Leute sind heutzutage abgespannt, müde, empfindlich, nervös und unsicher. Diese Unsicherheit offenbart sich auf viele Arten, z. B. in Form von nervösen Spannungen.

Spannungen sind daran erkennbar, daß man prahlt, angibt oder sogar häßliche Bemerkungen macht. Sie äußern sich in übertriebenen Schmeicheleien oder in zahlreichen Ausdrücken, die emotionale Unsicherheit verraten. Wenn sich ein Mensch seltsam verhält, sollten Sie ihn nicht gleich als Neurotiker abstempeln. Es könnte ein Fehler sein. Sie selbst können versagt haben, indem Sie das eigentliche Problem nicht erkannten, das den Menschen in. dieser Art handeln läßt.

Sie brauchen kein Psychologe oder Psychiater zu sein, aber Sie müssen sich die Zeit nehmen, den Grund für das gespannte, müde, empfindliche Verhalten der Leute erkennen.

Mit anderen Worten: Versuchen Sie herauszubekommen, was sich hinter dem Verhalten verbirgt. Stellen Sie die psychischen Symptome obenso wie die offensichtliche physische Krankheit fest. Nachdem Sie über beide Bescheid wissen, mildern Sie die Symptome, indem Sie sich bemühen, eine Basis des Verstehens zu finden. Leihen Sie diesen Menschen Ihr Ohr. Um ihnen in ihrer Not zu helfen, lassen Sie sie an Ihren Fähigkeiten teilhaben.

Ein Patient, der das Sprechzimmer eines Arztes betritt und nur Pillen erhält, geht genauso müde und abgespannt weg, wie er gekommen ist. Er weiß nichts von dem Arzt, er weiß nicht, was für ein Mensch er ist. Der Arzt muß ihm seine Freundschaft anbieten, sonst vernachlässigt er seine Pflicht. Ob es im Sprechzimmer eines Arztes ist, im Büro

eines Personalchefs, eines Rechtsanwalts oder einer Versicherung, das Problem ist das gleidte. Leute, die Hilfe brauchen, sollten nicht unglücklidi weggehen. Sie dürfen nicht psychologisch falsch behandelt werden. Vermeiden Sie diesen Fehler. Widmen Sie einem Menschen Ihre Zeit, um den Grundstein für eine Freundschaft oder für einen Dienst zu legen. Diese Zeit haben Sie gut genutzt.

Ich glaube, daß die Menschen wiederum Sie kennenlernen und von Ihrer Arbeit, Ihren Fähigkeiten und Ihrer Tätigkeit etwas wissen sollten. Jeder möchte gern etwas von dem Mann erfahren, den er „mein Rechtsanwalt”, „mein Arzt” oder nmein Chef” nennt.

Ich bin der Ansicht, daß die Menschen in ihrem Rechtsanwalt, Arzt oder Chef einen Menschen finden wollen, der ihnen Vertrauen, Glauben, Achtung und Freundschaft schenkt, der ihnen einen Halt bietet. Die Leute gehen von Mensch zu Mensch und suchen nach einem „gewissen Etwas”, das ihnen Mut macht. Dieses gewisse Etwas ist nichts anderes als Erfolgs-Persönlichkeit. Sie können es werden, wenn Sie noch heute beginnen, ein wenig zu loben.

Lob: eine Wunderdroge

Durch ein Lob kann man einen Menschen dazu bringen, Vorzügliches zu leisten. Mit einem Wort oder einem Satz können Sie einen Freund gewinnen. Es spielt dabei keine so große Rolle, was Sie loben, Ihr Lob darf nur nicht fadenscheinig oder beleidigend sein. Am besten ist es, wenn Sie jemanden für etwas loben, was gerade im Augenblick des Sichkennenlernens passiert.

Lob kann man als bewußte Täuschung bezeichnen, aber wenn sich dadurch ein Mensch besser fühlt, so bin ich der Meinung, daß man loben sollte. Finden Sie etwas Besonderes an einem Menschen heraus. Loben Sie es. Fördern

Sie es. Welchen Anlaß Sie audi wählen, mit Lob geben Sie dem Menschen moralischen Auftrieb.

Lob ist tatsächlich eine Wunderdroge. Sie gebrauchen ein dynamisches Erfolgsrezept, wenn Sie diese Medizin diplomatisch verabreichen. Durch Lob wird ein Kontakt hergestellt, wie man ihn durch nichts anderes besser erreichen kann. Lob inspiriert, ruft Begeisterung hervor und erweckt den Wunsch nach Zusammenarbeit. Vor allen Dingen verhindert es Klagen.

Lob vertreibt bedrückte Stimmung. Es ist ein kostenloses und immer willkommenes Geschenk. Vor allen Dingen gibt es den Menschen „AuftriebTM.

Wenn Sie psychologisch vorgehen, d. h. Erfolgs-Persönlichkeit nutzen, werden Sie feststellen, daß Humor und Lob helfen können, anderen ein Gefühl des Vertrauens und der Sicherheit zu geben. Es gibt kein besseres Rezept.

Man soll sein Licht nicht unter den Scheffel stellen

Schlagen Sie bitte die freien Seiten am Ende dieses Buches auf. Schreiben Sie die Vorzüge nieder, die Sie nach Ihrer Meinung zur Zeit haben. Blättern Sie dann zur nächsten Seite um. Suchen Sie nun nach einigen außergewöhnlichen Leuten, die Sie kennen oder von denen Sie gelesen haben. Schreiben Sie deren Vorzüge auf. Kennzeichnen Sie das, was sie Ihrer Ansicht nach erfolgreich macht. Wenden Sie sich nun wieder Ihren Vorzügen zu. Sie werden sofort feststellen, daß Sie die meisten Erfolgsmenschen noch überbieten.

Nachdem Sie das wissen, halten Sie sich vor Augen, daß Sie keinen Grund haben, Ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Nehmen Sie die Herausforderungen an, zeigen Sie Ihr Können und Wissen, um den Erfolg derjenigen zu erlangen, die es in Ihren Augen geschafft haben.